Typisch Schwarzwald – so halten sich Vorstellungen seit Jahrhunderten

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Schinken, Damen mit roten Bollenhüten und grün bewaldete Berge sind die bis heute fest verankerten Vorstellungen vom Schwarzwald. Ein adoptiertes Kunststück der Region ist die eigentlich böhmische Kuckucksuhr, die im kollektiven Weltgedächtnis als der Inbegriff des feinen Schwarzwälder Kunsthandwerks gilt. Selbstverständlich plaudert es sich auch bei einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte genüsslich über Vorstellungen vom Geschäftssinn.

Markante Besonderheiten des Schwarzwalds

Eigentlich wurde der Bollenhut als Accessoire zur Tracht nur in drei Schwarzwalddörfern getragen. Dennoch hat er dem Schwarzwald weltweit ein Corporate Image verschafft, auf das moderne Webdesigner nur neidisch sein können. Die Schwarzwälder Kirschtorte schmückt bis in den USA die Schaufenster einiger Konditoreien. Und wo der Bollenhut den Schinken schmückt, kommt der garantiert aus dem deutschen Schwarzwald. Zur Selbstfindung auf dem Jakobsweg ist außerdem die Landschaft dieser Region mit ihren Bergkulissen und historisch erhaltenen Stadtkernen.

Markante Bauweise eines Schwarzwaldhauses

Das Schwarzwaldhaus ist ein Markenzeichen der Region, genau wie der Bollenhut. Dabei entspringt die tief gezogene Bauweise von Walm- und Krüppelwalmdächern eher einer pragmatischen Notwendigkeit. Wind und Wetter können so einem soliden Bauwerk nichts anhaben. Gleichzeitig halten sie Wärme gut im Haus und sind somit historisches Vorbild moderner Energiesparhäuser. Urig und maximal gemütlich in solchen Häusern ist der Kachelofen im Wohnzimmer. In modernen Bauten wärmt er alle Räume ringsum und teils darüber liegende Wohnetagen gleichzeitig. Natürlich darf die Schwarzwälder Kuckucksuhr in der Küche hier nicht fehlen.

Prägende Landschaft und Bauweise im Schwarzwald

Selbst die alten Römer wählten die Hanglagen des Schwarzwaldes für ihre Residenzen. Wo immer es in die Landschaft passt, lassen auch heute Bauherren in alter Architektur neue Häuser bauen oder alte Gehöfte stilvoll sanieren. Viele dieser beinahe kunstvollen Gebäude dienen als Herbergen für Urlauber, andere bleiben wie eh und je Wohn- und Arbeitshaus der hiesigen Bauernhöfe. Ringsum schmiegen sich vergleichsweise sanfte, aber beachtlich aufsteigende Berghänge, teils dicht bewaldet, teils mit idyllisch grünen Hang- und Wildkräuterwiesen.

Perlen des Schwarzwalds

Ein Streifzug durch den Schwarzwald ist wie Wandern in einer Märchenkulisse. Vielleicht ließen sich die Filmemacher von »Schneeweißchen und Rosenrot« von landschaftlichen Besonderheiten wie den Triberger Wasserfällen oder dem Schluchsee inspirieren. Ganz sicher gehört das »Schwarzwaldmädel« zu den berühmtesten Verfilmungen. Zu den traditionellen Kunsthandwerken gehören ohne Zweifel die Uhrmacherei der Kuckucksuhr, die Holzschnitzerei und -bildhauerei sowie die Kunstglasbläserei. Das Wissen um beide Fertigkeiten brachten vermutlich einst böhmische Reisende hierher mit.

Heimisches Urlaubsflair im traditionellen Schwarzwald-Bauernhof

Viele Schwarzwälder Orte waren wegen mangelnder oder beschwerlicher Verkehrsverbindung Selbstversorger. Bauernhöfe bestehen mit teils traditioneller Viehhaltung, Ackerbau und Lebensmittelherstellung bis heute. Gerne folgen Naturliebhaber oder Familien mit Kindern dem Ferientrend im Einklang mit Natur und Kultur. Wohnen und leben auf einem dieser Familienhöfe bedeutet auch Er-leben, also interaktive Einblicke mitten in der bäuerlichen Praxis. Zur Belohnung lernen die Besucher regionale Spezialitäten wie »Brägele« (Schwarzwälder Variante der Bratkartoffel), »Bibbeleskäs« (Schwarzwälder Zubereitung eines Kräuterquarks) oder »Jägerspätzle« (Spätzle mit Pilzrahmsoße) kennen.

Fazit:
Der Schwarzwald hat weit mehr zu bieten als die weltweit bekannten Klischees. Typisch, unverwechselbar und schlau geplant sind Schwarzwaldhäuser mit tiefen Dächern. Kulinarisch sind vor allem die Schwarzwälder Kirschtorte und der Schwarzwälder Schinken auf erfolgreiche Weltreise gegangen.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Stefan Asal - Datacreate Asal
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