Silver Star im Europa-Park: Deutschlands höchste Achterbahn im neuen Glanz
Silver Star im Europa-Park: Deutschlands höchste Achterbahn im neuen Glanz

Silver Star im Europa-Park: Deutschlands höchste Achterbahn im neuen Glanz

Inhalt:

Steckbrief

Ort: Rust

Kaum ein Fahrgeschäft prägt die Silhouette des Europa-Park in Rust so stark wie der Silver Star. Mit seinen 73 Metern Höhe ragt der silberne Stahlgigant weit über die Dächer der Themenbereiche hinaus und ist schon von der Autobahn A5 aus zu erkennen. Seit über zwei Jahrzehnten sorgt die Achterbahn für Gänsehautmomente – und seit der Saison 2026 erstrahlt sie eingebettet in einen komplett neuen Themenbereich. Wir nehmen dich mit auf eine Reise durch die Geschichte, die Technik und das neue Erlebnis rund um eine der bekanntesten Achterbahnen Europas.

Die Geschichte des Silver Star: Ein Meilenstein für den Europa-Park

Am 23. März 2002 eröffnete der Silver Star nach neun Monaten Bauzeit seine Pforten und avancierte auf Anhieb zur größten und schnellsten Stahlachterbahn Europas. Geplant wurde die Bahn vom Schweizer Spezialisten Bolliger & Mabillard, einem der renommiertesten Achterbahnhersteller der Welt, in enger Zusammenarbeit mit Mack Rides – dem Unternehmen der Familie Mack, der auch der Europa-Park gehört. Für Bolliger & Mabillard war es die erste Achterbahn-Installation in Deutschland überhaupt.

Sein Name ist kein Zufall: Der „Silver Star“ nimmt Bezug auf den silbernen Mercedes-Stern, denn die Bahn war von Beginn an eng mit dem Automobilhersteller Mercedes-Benz verknüpft. Ursprünglich wollte Mercedes die Achterbahn sogar „Silberpfeil“ nennen, der Europa-Park entschied sich jedoch für den heute weltbekannten Namen Silver Star.

Über 20 Jahre nach der Eröffnung gehört der Silver Star nach wie vor zur absoluten Spitzenklasse: Gemeinsam mit dem „Schwur des Kärnan“ im Hansa-Park ist er die höchste und schnellste Achterbahn Deutschlands und belegt europaweit Platz vier hinter Red Force und Shambhala (beide PortAventura) sowie Hyperion in Polen. Kein Wunder, dass der Europa-Park in den vergangenen Jahren wiederholt vom „Golden Ticket Award“ des US-Fachmagazins Amusement Today zum besten Freizeitpark der Welt gekürt wurde.

Bereits zur Eröffnung 2002 war der Silver Star ein technischer Quantensprung für den Europa-Park: Erstmals stand hier eine Achterbahn, die es mit den ganz großen Anlagen internationaler Freizeitparks aufnehmen konnte. Weltweit ist der Silver Star der vierte sogenannte B&M-Speedcoaster mit diesem Streckenlayout – ein Konzept, das der Hersteller Bolliger & Mabillard zuvor bereits erfolgreich in den USA umgesetzt hatte. Besonders daran: In jeder Sitzreihe der Züge finden vier Personen nebeneinander Platz, was das gemeinsame Fahrerlebnis noch verstärkt.

Technische Daten, die beeindrucken

Die reinen Zahlen machen deutlich, warum der Silver Star bis heute zur Königsklasse der europäischen Achterbahnen zählt:

  • Höhe: 73 Meter
  • Größter Fall: 67 Meter
  • Streckenlänge: 1.620 Meter
  • Höchstgeschwindigkeit: bis zu 127 km/h
  • Maximale Fliehkraft: 4 g
  • Fahrzeit mit Schwerelosigkeits-Gefühl: rund 20 Sekunden bei −0,2 g
  • Fahrzeuge: 3 Züge mit je 36 Sitzplätzen
  • Theoretische Förderleistung: bis zu 1.750 Personen pro Stunde
  • Mindestgröße: 140 Zentimeter

Kategorisiert wird der Silver Star als „Hyper Coaster“ – also eine Achterbahn, deren Höhe über 61 Meter hinausgeht.

Die Fahrt: Was dich auf dem Silver Star erwartet

Nach der Auffahrt über die Kettenliftanlage geht es beim Silver Star direkt in die Vollen: Der erste, 67 Meter tiefe Sturz katapultiert dich mit bis zu 127 km/h über die Strecke. Es folgen mehrere sogenannte Camelbacks – Hügel, an deren Kuppen für kurze Momente das Gefühl von Schwerelosigkeit entsteht. Insgesamt erlebst du auf der 1.620 Meter langen Fahrt fast 20 Sekunden lang diese sanfte negative Beschleunigung, bevor eine S-Kurve mit Fotostelle die Fahrt einläutet.

Typisch für Bolliger & Mabillard sind die bequemen Einzelsitze mit Armlehnen und Schoßbügel sowie die sogenannten Side-Friction-Wheels, die für einen besonders ruhigen und laufruhigen Fahrkomfort sorgen. Obwohl die Bahn beeindruckend hoch und schnell ist, verzichtet sie bewusst auf Loopings oder Überschläge – der Silver Star ist damit eine Achterbahn, die Nervenkitzel und Familienfreundlichkeit gekonnt vereint. Wer sich an größere Bahnen herantasten möchte, findet hier einen idealen Einstieg, bevor es zum Beispiel auf den Blue Fire Megacoaster geht.

Neu ab Saison 2026: Der Silver Star im Themenbereich Monaco

Mit dem Saisonstart 2026 hat der Europa-Park seinen 18. europäischen Themenbereich eröffnet: Monaco. Rund um den Silver Star und die ehemalige Mercedes-Benz-Halle, die künftig als „Silver Star Hall“ firmiert, entstand ein völlig neues mediterranes Ambiente, inspiriert vom Glamour des Fürstentums und dem legendären Formel-1-Grand-Prix von Monaco.

Der Wartebereich wurde dabei komplett umgestaltet: Ein hochkarätiger Rennwagen-Fuhrpark mit Leihgaben aus der Privatsammlung von Fürst Albert II. von Monaco erwartet die Gäste, ebenso wie ein originaler Rennanzug des monegassischen Formel-1-Vizeweltmeisters Charles Leclerc. Ein interaktives, digitales Aquarium gibt Einblicke in die Tiefen des Mittelmeers, und an Renn­simulatoren können Groß und Klein selbst auf virtuelle Grand-Prix-Strecken gehen. Auch die Station des Silver Star selbst erstrahlt passend zum neuen Rennsport-Thema in frischem Design, bevor es mit bis zu 127 km/h auf die Strecke geht.

Einen vollständigen Überblick über alle 18 Themenwelten – von Deutschland über Island bis zum neuen Monaco – findest du in unserem großen Guide zu den Themenbereichen im Europa-Park.

Silver Star im Vergleich: Die großen Achterbahnen des Europa-Park

Der Europa-Park zählt zu den achterbahnreichsten Parks der Welt, und der Silver Star führt die interne Rangliste der Höhe nach an. Dahinter folgen der Blue Fire Megacoaster im isländischen Themenbereich, der Launch-Coaster Voltron Nevera powered by Rimac sowie die Holzachterbahn Wodan – Timburcoaster, die sich ebenfalls im Bereich Island befindet. Selbst die Wasserachterbahn Atlantica SuperSplash mit ihren 30 Metern Höhe reiht sich noch unter den fünf höchsten Fahrgeschäften des Parks ein. Wer nach dem Silver Star Lust auf weiteren Nervenkitzel bekommt, findet also gleich mehrere Anschlussziele in unmittelbarer Nähe.

Im Gegensatz zu den Launch-Achterbahnen mit ihrem explosiven Start setzt der Silver Star auf die klassische Kettenlift-Auffahrt – ein bewusst gewählter Kontrast, der die Spannung vor dem ersten großen Sturz noch steigert.

Kuriose Fakten rund um den Silver Star

Seit der Eröffnung im Jahr 2002 gehört Operator Harald Gäckle zum festen Team an der Station. Er wechselte eigens von der Achterbahn Eurosat zum neu gebauten Silver Star, weil ihn das damals einzigartige Fahrerlebnis in Europa faszinierte – ein Schritt, den er nie bereut hat. 2022 feierte die Achterbahn ihr 20-jähriges Jubiläum, und bis heute läuft die Technik nach Angaben des Betreiberteams zuverlässig wie am ersten Tag.

Auch die Namensgebung ist eine kleine Geschichte für sich: Ursprünglich sollte die Bahn auf Wunsch von Mercedes-Benz „Silberpfeil“ heißen, in Anlehnung an die legendären Rennwagen der Marke. Der Europa-Park entschied sich jedoch für den Namen Silver Star, der bis heute Bestand hat – auch nachdem die Mercedes-Partnerschaft im Zuge der Umgestaltung zum Themenbereich Monaco 2026 endete.

Für wen eignet sich der Silver Star?

Aufgrund der Mindestgröße von 140 Zentimetern ist der Silver Star vor allem etwas für größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Da die Bahn ohne Loopings auskommt und dank der ruhigen B&M-Fahrtechnik überraschend sanft unterwegs ist, eignet sie sich hervorragend für alle, die zum ersten Mal eine große Achterbahn ausprobieren möchten. Familien mit kleineren Kindern finden in unserem Größenguide für Attraktionen im Europa-Park eine Übersicht, welche Fahrgeschäfte schon für die Kleinsten geeignet sind.

Praktische Tipps für deinen Besuch

Da der Silver Star zu den beliebtesten Attraktionen im Park zählt, können sich an der Station gerade in der Hauptsaison längere Wartezeiten bilden. Am entspanntesten fährst du direkt bei Öffnung des Parks oder in den Abendstunden. Weitere Tricks, wie du generell Wartezeiten im Park reduzierst, findest du in unserem Artikel Wartezeiten im Europa-Park vermeiden.

Ein weiterer Tipp: Der Wartebereich lohnt sich sogar dann, wenn du selbst gar nicht mitfahren möchtest. Da er Teil des Themenbereichs Monaco ist, kannst du die Rennwagen-Ausstellung und das digitale Aquarium auch als reiner Besucher erkunden und musst dafür nicht in der Schlange zur Achterbahn anstehen.

Plane deinen Ausflug am besten rechtzeitig: Informationen zu Ticketpreisen findest du in unserem Artikel Europa-Park Tickets und Preise, Tipps zur Anreise in unserem Anreise-Guide zum Europa-Park. Wer den Besuch mit einer Übernachtung verbinden möchte, wird in unserem großen Vergleich der Europa-Park-Hotels fündig.

Der Silver Star ist damit weit mehr als nur eine Achterbahn – er ist ein Wahrzeichen des Europa-Park und mit dem neuen Themenbereich Monaco frischer denn je. Ob als Adrenalinkick, als Fotomotiv im Wartebereich oder als Einstieg in die Welt der großen Achterbahnen: Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Häufig gestellte Fragen zum Silver Star

Wie hoch ist der Silver Star im Europa-Park?

Der Silver Star ist 73 Meter hoch und zählt damit zu den höchsten Achterbahnen Europas.

Wie schnell fährt der Silver Star?

Die Achterbahn erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 127 km/h.

Welche Mindestgröße ist für den Silver Star erforderlich?

Mitfahren dürfen Gäste ab einer Körpergröße von 140 Zentimetern.

Hat der Silver Star Loopings?

Nein. Trotz der beeindruckenden Höhe und Geschwindigkeit verzichtet der Silver Star bewusst auf Loopings oder Überschläge und gilt daher als vergleichsweise familienfreundlich.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Stefan Asal - Datacreate Asal

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