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Tourismusentwicklung im Schwarzwald

Alte Wassermühle
Alte Wassermühle

Der Schwarzwald verzeichnet immer neue Rekorde im Tourismus. In 2017 wurden das erste Mal die 22 Millionen Übernachtungen in einem Jahr geknackt und der Trend wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch die nächsten Jahre fortführen. Der Schwarzwald ist also beliebter als jemals zuvor und daher steigt etwa auch das Angebot an Aktivitäten, jedes Jahr weiter an. Die zweitbeliebteste Destination in der Region des Schwarzwaldes stellt übrigens Ortenau da. Dies wurde bei der letzten Tourismusmesse „CMT“ vom Landrat Frank Scherer bekannt gegeben. Er verkündete stolz, dass der Schwarzwald sich von einem Rekord zum anderen eilt.

Der bisherige Topwert lag bei 21,5 Millionen Übernachtungen in einem Jahr, welcher zudem im Jahr davor aufgestellt worden war. Ebenfalls verkündete er, dass auch im Jahr 2018 mit großer Sicherheit wieder ein neuer Rekord aufgestellt worden sei. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer läge dabei, bei circa 2,6 Tagen. Es lässt sich also ein klarer Trend hin zu Kurzurlauben erkennen.

 

Viele Veranstaltungen steigern die Attraktivität

Er stellte zudem noch einmal deutlich heraus, dass diese neuen Rekordzahlen nicht durch Zufall entstanden seien. Sie seien hingegen das Ergebnis der harten Arbeit der letzten Jahre, besonders im Bereich des Tourismus. Den touristischen Akteuren und Leistungsträgern wurde daher ein großes Lob ausgesprochen, dass diese maßgeblich an dem Wachstum des Schwarzwaldes in den letzten Jahren beteiligt waren. Sie sorgen dafür, dass die Attraktivität des Schwarzwaldes von Jahr zu Jahr, durch immer neue Veranstaltungen sowie Aktionen, kontinuierlich ansteigt.

Natur genießen im Schwarzwald
Natur genießen im Schwarzwald

Dabei wurde auf spezielle Veranstaltungen eingegangen, wie etwa dem Erlebnismonat „MaiWein“. In diesem Monat finden über 100 Veranstaltungen statt, die sich besonders an Weinfreunde und Genießer richten und ein ganz besonderes Erlebnis im Schwarzwald schaffen. Dazu gehören zahlreiche Genuss-Radtouren etwa auf dem Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg oder dem badischen Weinradweg. Auch die regionale Küche erhielt ein gesondertes Lob, für die ausgezeichnete Qualität.

 

Auch in Ortenau sind große Erfolge zu verzeichnen

Wie der Schwarzwald, punktete auch Ortenau immer weiter bei den zahlreichen Besuchern. Somit bleibt der Landkreis auch in diesem Jahr der Landkreis mit den meisten Übernachtungen, direkt nach dem Landkreis Breisgau Hochschwarzwald. In Ortenau kamen alleine im Jahr 2 Millionen Menschen für eine Übernachtung. Es lassen sich also in der gesamten Region deutliche anstiege im Übernachtungsaufkommen erkennen, was sich positiv auf die gesamte Region auswirkt.

 

Auch für die Bevölkerung muss der Anstieg von Vorteil sein

Natürlich ist bei einem solch konstanten Anstieg im Tourismus auch zu beachten, dass die Bewohner nicht unter dieser Entwicklung zu leiden haben. Denn es gilt nicht nur wirtschaftlich auf die Entwicklung zu achten, sondern auch menschlich. Zudem ist es wichtig ein Naturverständnis bei allen Menschen zu etablieren und darauf zu achten, dass die natürlichen Ressourcen geschont werden. Auch ist es wichtig, kulturelle Besonderheiten zu wahren und der gesamten Bevölkerung in diesem Gebiet zu einem Aufschwung zu verleiten.

Dabei gibt es vier Kernziele, welche etwa von der Schwarzwald Tourismus GmbH festgelegt worden sind:

  • Verbesserung der Arbeits- und Lebensqualität der lokalen Bevölkerung
  • Allgemeine wirtschaftliche Stärkung der Region
  • Eine hohe Gästezufriedenheit sicherstellen
  • Kulturelles sowie natürliches Erbe schützen

Zudem gibt es noch weitere Dinge, die zur Herausforderung werden, wenn der Tourismus weiter in der Region ansteigen sollte, wonach es aktuell aussieht. Zum einen müssen die Verkehrs-Emissionen deutlich minimiert werden, um die Luftbelastung nicht weiter zu steigern. Ebenfalls muss die Freizeit- sowie Hotelinfrastruktur weiter ausgebaut werden und an die aktuellen Verhältnisse angepasst werden.

Jedoch ist es dabei sehr wichtig darauf zu achten, dass die einheimische Bevölkerung dabei keine Rückschläge in Kauf nehmen muss und es zu keinem unangemessenen Flächenverbrauch kommt. Zudem muss das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel erweitert werden und auch das Schwarzwaldticket erleichtert werden. Wenn ein Großteil der Urlauber mit der Bahn etc. anreisen würden und sich auch während ihres Aufenthaltes nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen würde, wäre dies bereits ein wichtiger Schritt, in die richtige Richtung.

 

Die Zukunft liegt in guten Händen

Diese Probleme bzw. Herausforderungen sind bereits lange bekannt und daher gibt es für die Meisten auch schon sinnvolle Lösungen, die teilweise in die Tat umgesetzt wurden. Dies gilt es auch in den nächsten Jahren weiter zu tun, damit der Schwarzwald gut aufgestellt ist, um noch mehr Menschen als jetzt beherbergen zu können. Zudem soll gewährt bleiben, dass jeder Urlaub noch genug Freiraum hat und genug Zeit für sich findet, um die Schönheit der Region vollkommen aufzunehmen und komplett abzuschalten.

Solange dieses unbeschreibliche Erlebnis, welches der Schwarzwald bietet, erhalten bleibt, muss sich auch keine Gedanken gemacht werden, dass immer mehr Menschen gleichzeitig die Region besuchen. Denn mit der nötigen Planung können auch noch größere Menschenmassen den Schwarzwald gleichzeitig besuchen und einen unvergesslich schönen Urlaub erleben.



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