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Die Murgleiter - ein prämierter Fernwanderweg

Panoramasteig<br>(c)Ulrike Klumpp
Panoramasteig
(c)Ulrike Klumpp
Inhaltsverzeichnis:


Die „Murgleiter“ verläuft entlang des Murgtals von Gaggenau über Gernsbach, Forbach und Baiersbronn bis zum Schliffkopf einmal längs durch den nördlichen Schwarzwald. Seit 2008 ist sie als Premiumweg gelistet und gehört zu den schönsten Wanderstrecken Deutschlands. Mit einer Gesamtlänge von 110 Kilometern, die in fünf Etappen unterteilt sind, hat sich der erlebnisreiche Wanderweg zu einem ausgewachsenen Fernwanderweg entwickelt.

Immer dem Fluss entlang schlängeln sich die Wege durch das kontrastreiche Tal der Murg. Unterwegs passiert der Wanderer die unterschiedlichsten Lebensräume und Kulturlandschaften: Vom Laubwald bis zum dichten Nadelwald, akkurate Weinberge und liebliche Streuobstwiesen, fantastische Berghänge, verträumte Heuhüttentäler und weite Auen. Unterwegs begegnen ihm teils bizarre Felsformationen, mystische Schluchten, stille Moore und eiszeitliche Karseen sowie die faszinierende Natur des Nationalparks Schwarzwald mit ihren skandinavisch anmutenden Grindenflächen. Wandern entlang der Murgleiter bedeutet fünf Tage pure Wanderfreude!

Dabei bleibt der Wanderweg keinesfalls unten im Tal – die fünf Etappen addieren sich zusammen auf rund 4.500 Meter Aufstieg. Startpunkt ist das Unimog-Museum in Gaggenau, das ebenfalls einen Besuch wert ist. Weiter geht es über die Papiermacherstadt Gernsbach durch die historischen Fachwerkorte Weisenbach und Forbach bis nach Baiersbronn hinauf zum 1.055 m hohen Plateau des Schliffkopfs.

Huzenbacher See<br>by Ulrike Klumpp
Huzenbacher See
by Ulrike Klumpp
Wer möchte, kann den Premiumweg auch in entgegengesetzter Richtung laufen, denn er ist in beiden Richtungen mit der „Murgleiter“-Raute ausgeschildert. Da die „Murgleiter“ mit vielen Zuwegen verbunden ist, können die Wanderer die einzelnen Etappen individuell und flexibel gestalten. Praktisch und umweltfreundlich ist auch die Anbindung aller Wanderetappen an die S-Bahnstrecke der „Murgtalbahn“, so dass die Anreise ohne eigenen PKW problemlos möglich ist.

Ob man die ganze Strecke in mehreren Tagen läuft oder sich für eine einzelne Etappe der „Murgleiter“ entscheidet, eines ist sicher: Hier kann man im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet durchatmen und sich in einem von zahlreichen prädikatisierten Orten erholen. Dank des heilsamen Klimas ist die Region seit Generationen Ziel erholungssuchender Gäste. Die Luft ist rein, das Klima wohltuend, bei der Bewegung an der frischen Luft regenerieren Körper und Geist. Und unterwegs warten Sehenswürdigkeiten und leckere Schwarzwaldküche bei der Einkehr.

 

Die einzelnen Streckenabschnitte:

Start: Unimog-Museum, An der B462 Ausfahrt Schloss Rotenfels, 76571 Gaggenau

Ende: Schliffkopfplateau an der Schwarzwaldhochstraße, 72270 Baiersbronn

 

  1. Etappe von Gaggenau nach Gernsbach

Vom Unimog-Museum in Gaggenau zum Gaggenauer Waldseebad (Naturbad), hinauf zur Ruine Ebersteinburg (grandioser Rundblick). Weiter auf dem Premiumwanderweg „Gernsbacher Runde“ bergauf auf den 668 m hohen Merkur. Nach dem Abstieg Richtung Gernsbach wird der Träufelbachsee erreicht. Von dort geht es erneut aufwärts in die Papiermacherstadt Gernsbach. Hier führt der Weg durch die Altstadt zum Endpunkt der Etappe, dem Portal Gernsbach.

Länge: 23,3 km; 1001 Höhenmeter aufwärts, 947 abwärts – schwer, ca. 7,5 h.

 

  1. Etappe von Gernsbach nach Forbach

Auf dem Eberpfad Richtung Schloss Eberstein geht es zunächst abwärts durch die Weinberge, anschließend bergauf zum Rockertwald (bizarre Felsen und grandiose Blicke von der Elsbethhütte und dem Dachsstein), vorbei an der Fatima-Kapelle in das schmucke Fachwerkdorf Reichental. Weiter aufwärts durch das Brunnwiesental (typisches Heuhüttental), auf steilen Pfaden hinab Richtung Gausbach. Entlang der Murg führt der Weg über die historische Holzbrücke zum Endpunkt der eindrucksvollen zweiten Etappe nach Forbach.

Länge: 24 km; 1221 Höhenmeter aufwärts, 1130 abwärts – schwer, ca. 7 h.

 

  1. Etappe von Forbach nach Schönmünzach

Start der Etappe ist die Tourist-Info Forbach bis zur Marienkapelle – nach einem Anstieg auf dem Westweg werden das Wasserschloss und die beeindruckende Rohrbahn des Pumpspeicherkraftwerks erreicht. Über gemütliche Waldwege zur Schwarzenbachtalsperre, dem größten Stausee des Nordschwarzwalds (Bootsverleih). Dem Wasserverlauf von Schwarzenbach und Raumünzach folgend führt der Weg Richtung Murg, zu deren schmalsten und wildesten Passagen. Über waldreiche Hänge oberhalb des Talgrunds wird der Endpunkt der dritten Etappe erreicht: Schönmünzach, die ehemalige Grenze zwischen Baden und Württemberg.

Länge: 17,7 km, 893 Höhenmeter aufwärts, 732 abwärts – schwer, ca. 6 h.

 

  1. Etappe von Schönmünzach nach Baiersbronn

Nach dem Start verläuft der Weg über den Roten Rain nach Schwarzenberg, einer der ältesten besiedelten Orte im Murgtal. Anschließend folgt ein Anstieg auf naturbelassenen Pfaden mit herrlichen Ausblicken und durch tiefe Wälder zum tiefst gelegenen Karsee des Nordschwarzwalds, dem Huzenbacher See. Vorbei am Seltenbach-Wasserfall weiter über die Kleemiss (Hochmoor) geht es abwärts ins Tonbachtal bis Baiersbronn.

Länge: 23,6 km, 920 Höhenmeter aufwärts, 765 abwärts – schwer, ca. 7,5 h.

 

  1. Etappe von Baiersbronn zum Schliffkopf

Schliffkopf<br>by Ulrike Klumpp
Schliffkopf
by Ulrike Klumpp
Von Baiersbronn zum Ursprung der Murg geht es über den Rinkenkopf mit herrlicher Aussicht zur Wanderhütte Sattelei, die zur Einkehr einlädt. Auf weichen Waldwegen über das Damwildgehege zum Ruhbach bis nach Obertal. Von dort über den Kraftenbuckel nach Buhlbach. Vorbei an der Fischzucht bis zum Murgursprung. Von hier sind es noch ein paar Meter bis zum Steinmäuerle und dem Aussichtsplateau Schliffkopf, dem Ende der fünften und letzten Etappe der „Murgleiter“.

Länge: 21,5 km, 974 Höhenmeter aufwärts, 556 abwärts – schwer, ca. 5,5 h.

 

Praktische Informationen

 

Ausrüstung:

Gutes und trittsicheres Schuhwerk, witterungsangepasste, zweckmäßige Wanderbekleidung, evtl. Wanderstöcke für felsige Pfade.

 

Sicherheitshinweise:

Etappen mit angemessenen Pausen planen. Ausreichend Flüssigkeit bei sich führen. Es sind überall Einkehrmöglichkeiten vorhanden. Bei Wegsperrungen aufgrund von Forstarbeiten unbedingt den ausgeschilderten Umleitungen folgen.

 

Wandern ohne Gepäck:

Es besteht auch die Möglichkeit, die „Murgleiter“ völlig entspannt mit der Murgleiter-Pauschale inklusive Übernachtung, Gepäcktransport, Verpflegung auf der Wanderung und Wanderkarte zu genießen. Das Angebot kann auf Anfrage an individuelle Wünsche angepasst werden.

 

Anreise:

Anfahrt mit Bus und Bahn:

Stadtbahn Karlsruhe-Rastatt-Freudenstadt (S81 oder S8) und div. Buslinien, genaue Informationen unter www.kvv.de und unter www.vgf-info.de

Gäubahn Stuttgart-Singen, Eutingen-Freudenstadt, Fahrplanauskunft: www.bahn.de

 

Anfahrt mit dem Auto:

BAB A5 Karlsruhe-Basel, Abfahrt Rastatt, weiter über B462

BAB A81 Stuttgart-Singen, Abfahrt Horb, weiter über B 28 via Freudenstadt

Wanderparkplätze und öffentliche Parkplätze sind an den Etappenzielen verfügbar.

 

Unterkünfte:

Entlang der Strecke gibt es eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten vom einfachen Zimmer bis zum 4-Sterne-S-Hotel.

 

Informationsmaterial:

 

Karten und Literatur

Wanderkarte „Murgtal“ im Maßstab 1:25.000 (4,90€) und Wanderkarte „Baiersbronn“ im Maßstab 1:25.000 (6,50€) sind beide erhältlich über die Tourist-Informationen im Murgtal, den Zweckverband „Im Tal der Murg“ (Tel. 07225 9813121) und die Baiersbronn Touristik (Tel. 07442 84140). Außerdem an den entsprechenden Stellen erhältlich: der kostenfreie Flyer „Die Murgleiter“ sowie der Murgtal-Wanderguide und der Baiersbronner Wanderguide.

 

Weiterführende Informationen
www.murgleiter.de | www.murgtal.org| www.baiersbronn.de

Bildquelle

Huzenbacher See © Ulrike Klumpp
Panoramasteig © Ulrike Klumpp

Schliffkopf © Ulrike Klumpp

 

 

 



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