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Freiburg feiert dieses Jahr sein 900-Jahr-Jubiläum

Im Jahr 2020 wird Freiburg im Breisgau 900 Jahre alt. Bereits 1120 gegründet, kann die Stadt auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Heute leben hier mehr als 200.000 Menschen. Zahlreiche historische Ereignisse und die in ihr wirkenden Persönlichkeiten haben das Lebensgefühl von Freiburg entwickelt und geprägt. Hier setzt man auf zukunftsfähige Ideen und nachhaltiges Handeln. Gegensätze prägen die Vergangenheit und nahe Zukunft. Ob badische Gelassenheit oder Dynamik, ob Tradition oder Urbanität, ob Hochkultur oder Partys, das alles ist Freiburg und noch so viel mehr. Das Motto der Feierlichkeiten lautet 900 Jahre jung. Die Bewohner und die zahlreichen Gäste erwartet ein Programm, das sich sehen lassen kann.

900 Spender zu je 900 Euro gesucht

Die Stadt hat sich längst auch im Sport einen Namen gemacht. Die Speerspitze bildet dabei der SC Freiburg. Die Fußballer des Vereins sorgen in der aktuellen Saison der Fußball-Bundesliga immer wieder für Aufsehen.

Als in der Hinrunde bis zu neun Mannschaften um die Tabellenspitze kämpften, waren die Freiburger ganz vorne mit dabei. Um ein Haar hätte die Mannschaft an einem Spieltag sogar die Tabellenspitze erobert. Aktuell hält der SC Freiburg Platz neun in der Tabelle, ist allerdings nur wenige Punkte von den Startplätzen für die europäischen Bewerbe entfernt. Die Chancen diese auch zu erreichen stehen gut, die Bundesliga Prognosen der Experten geben den Freiburgern gute Chancen. Natürlich beteiligt sich der Verein auch an den Feierlichkeiten zum 900-Jahre-Jubiläum von Freiburg.

Damit die Finanzierung der zahlreichen Projekte im Jubiläumsjahr sichergestellt ist, hat die Stadt die Spendenkampagne 900 mal 900 ins Leben gerufen. Gesucht werden 900 Spender, die die Stadt mit je 900 Euro unterstützen. Da ließ sich der SC Freiburg nicht lange bitten und ging mit gutem Beispiel voran. SC Freiburg-Vorstand Oliver Leki übergab Oberbürgermeister Martin Horn eine Spende von 11 mal 900 Euro, also insgesamt 9.900 Euro. Sie werden mithelfen, die rund 200 verschiedenen Projekte zum Leben zu erwecken.

900 Jahr im Schnelldurchlauf

Im Jahr 1120 verlieh Konrad von Zähringen, Bruder Herzogs Bertold III., der Händlersiedlung rund um die „Freie Burg“ das Marktrecht. Dieser Akt markierte die Gründung von Freiburg. Nach fast 100 Jahren Konflikten zwischen dem Stadtherrn und den Bürgern Freiburgs kaufte sich die Stadt im Jahr 1368 um 15.000 Mark Silber von der Herrschaft des Grafen frei und begabt sich freiwillig unter die Schirmherrschaft der Habsburger. Diese sollte bis zu Jahr 1618 anhalten. Die neue Stadtverfassung garantierte eine überwiegende Selbstverwaltung.

Die nächsten 180 Jahre waren geprägt von zahllosen Konflikten, die Herrschaft wechselte in regelmäßigen Abständen. Im Jahr 1806 gingen Freiburg und der Breisgau an den Kurfürsten Karl Friedrich von Baden. 1821 erklärte man Freiburg zum Sitz des Erzbischofs, das Münster wurde zum Dom. Oberbürgermeister Otto Winterer läutete 1888 die sogenannte „Wintererzeit“ ein, Freiburg entwickelte sich unter seiner Führung zu einer modernen Großstadt.

Um die Jahrhundertwende hatte die Stadt bereits mehr als 61.000 Einwohner. Erstmals konnten Frauen an der Albert-Ludwigs-Universität studieren. Die Stromversorgung der Stadt wurde errichtet und die erste Straßenbahn nahm ihren Betrieb auf. 1918 verzichtete der Großherzog auf seinen Thron und Baden wurde zur Republik. Der Aufschwung der Stadt schritt weiterhin zügig voran.

Nach 1945 setzte sofort der Wiederaufbau ein. Freiburg wurde 1952 nach einer Volksabstimmung Teil des Landes Baden-Württemberg. Zu Beginn der 1960er Jahre hatte Freiburg bereits 150.000 Einwohner. Rund um die Jahrtausendwende entstand ein neuer Hauptbahnhof und die neue Messe am Flugplatz. Als Papst Benedikt XVI. im Jahr 2011 Deutschland besuchte, kam er auch nach Freiburg. 2019 machte sich die Stadt auf, den neuen Stadtteil Dietenbach in Angriff zu nehmen.

Die Feiern haben gerade erst begonnen

2020 wird in Freiburg ganz im Zeichen der rund 200 verschiedenen Veranstaltungen stehen. Als besondere Highlights erwarteten die Gäste bisher die „World Press Photo Ausstellung“ und die „Nacht der Narren“. Nun geht es aber erst so richtig los. Festivals, Kunstausstellungen, Performances, und Theater stehen noch bis Ende des Jahres auf dem Programm. Freiburg ist zu einer Großstadt herangereift und möchte dies im Jubiläumsjahr nachdrücklich unter Beweis stellen.

 



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